„Der Beitrag präsentiert ein eigenständiges Gebäude, das als Solitär selbstverständlich und selbstbewusst die Ecke von Waldschmidt- und Rhönstraße besetzt. Durch die klare Gliederung in einen zweigeschossigen, massiven Sockel und einen in drei Richtungen ausgreifenden, viergeschossigen Aufsatz in Leichtbauweise entsteht eine markante und zugleich differenziert entwickelte architektonische Geste…Die Zugangssituation zum Zoo wird in ihrer Fernwirkung ausdrücklich gelobt…Positiv bewertet werden die konzeptionell schlüssigen Bezüge zum thematischen Umfeld der Aufgabenstellung. Diese werden im Inneren, in der Fassadengestaltung und im Freiraum sensibel und vielfältig interpretiert." Auszug Juryprotokoll Preisgericht FCC, Frankfurt 2026
Der Beitrag von FRANKEN erzielte den 3. Preis im eingeladenen Realisierungswettbewerb. Für das FCC der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt wurde ein Entwurf entwickelt, der das Gebäude als Urban Cliff versteht – als vielschichtigen Baukörper, der aus Schichtung, Erosion und Sedimentation hervorgeht und ökologische wie räumliche Prozesse sichtbar macht.
Ein zweigeschossiger Stampflehmsockel verbindet das FCC mit Zoomauer und benachbarten Zuchtstation und schafft mit Ihrer Passage eine permeable Verbindung zwischen Stadtraum und Zoo. Darüber schwebt ein hölzerner Solitär aus drei ineinandergeschobenen Riegeln, deren großzügig verglasten Stirnseiten das Gebäude zum Medium wechselseitiger Beobachtung zwischen Nutzer:innen und Stadtgesellschaft machen.
Im Inneren aktiviert ein zentraler Kern mit offener Dreifachhelix-Treppe die vertikale Abfolge der Nutzungen – von der unterirdischen Ausstellungsebene, über öffentlichem Foyer und Konferenzebene, Büro- und Wohnetagen bis zur begrünten Dachlandschaft. Fassaden, Terrassen und Dächer sind als vernetztes System aus Mikrohabitaten konzipiert. Das Gebäude selbst wird so zum lebendigen Ökosystem und Trittsteinbiotop.